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Es kann nur Eine geben…

Mai 21st, 2008 · 1 Kommentar

The Queen!
The Queen!

… eine Königin! Denn ohne seine Bienenkönigin kann ein ganzes Volk nicht überleben. Diese ganzen tausend kleinen Tierchen sind von einer einzigen Bienedame abhängig? Das ist doch irre!

Eine Bienenkönigin wird gefüttert, geputzt und muss sich auch sonst um nichts kümmern. Herrlich, was für ein Leben! Von wegen: Ihre Hoheit ist die einzige mit der Lizenz zur Nachwuchsproduktion im ganzen Bienenstock und somit für den kompletten Erhalt des Bienenvolkes zuständig. Keine leichte Aufgabe. Ihre einzige Pflicht besteht zwar aus dem Legen von Eiern, doch davon sind das im Schnitt stolze 1.000-2.000 Stück pro Tag. Respekt!

Wie entsteht denn nun so eine Königsbiene und wie wird sie in ihr Amt eingeführt? Ein Königinnen-Ei wird befruchtet wie das einer normalen Arbeiterbiene auch. Allerdings wird Madam gleich in einer senkrechten Weiselzelle aufgezogen, statt wie alle anderen Arbeitsbiene, in einer waagrechten. Um das zu ermöglichen, baut das Bienenvolk sogar mal extra normale Waben um oder setzt zusätzliche Zellen an den Wabenrand an. Im Larvenstadium werden die kleinen Hoheiten dann sogar von eigenen Ammenbienen (es gibt sie wirklich!) mit einem besonderen Kopfdrüsensaft, dem „Gelee Royal“ großgezogen. Spätestens jetzt wird es Zeit zu gehen für die „Noch-Amtierende“. Mit einem Teil des Hofstaates schwärmt die Queen-Mom aus und sucht sich eine neue Behausung (siehe „Alarm, die Bienen schwärmen“, 8.Mai 2008).

Nach 16 Tagen wird es Zeit für die neue Thronfolgerin, sie schlüpft und tritt ihre Amtszeit an. Nach ca. 2-3 Wochen kommt der große Moment und ihre Hoheit verlässt für ein einziges Mal in ihrem ganze Bienenleben den Bau: der „Hochzeitsflug“. An so genannten Sammeldrohnenplätzen trifft sich die Königin mit willigen Drohnen und lässt sich ca. 12-16 Mal begatten. Die Samen werden in einer Sammelblase gespeichert und die frisch Gekrönte zehrt davon für den Rest ihres Erdendaseins. Das können 2-4 Jahre sein.

Neben der Erhaltung des Insektenstaates sorgt die Bienen-Queen auch für Wohlbefinden unter ihren Arbeiterinnen – mit ihrer Königinnensubstanz. Ein Pheromon, das die anderen Weibchen in ihrer Geschlechtlichkeit hemmt. Durch das fehlen dieser Pheromone merkt das Volk innerhalb kürzester Zeit dass ihre Königin gestorben, oder durch einen Imker-Eingriff verloren gegangen ist. Dann wird es wieder Zeit für eine neue Königin…

Es kann eben nur Eine geben!

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