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Serie: Kleines Imker-Tagebuch | November 2017

November 7th, 2017 · Keine Kommentare

››› Das Imker-Tagebuch stammt von Anja Waldmann. Anja arbeitet schon über 17 Jahre für Alnatura. Seit vergangenem Jahr steht ein Bienenvolk in ihrem kleinen Garten. Jeden Monat lässt sie uns an ihren Imker-Erfahrungen teilhaben.

November 2017:

Am nördlichen Rand der Schwäbischen Alb – umgeben von dichten Wäldern und blühenden Wiesen – liegt die Fischermühle. Hier haben sich Firmen, Vereine und Initiativen zusammengefunden, die vor allem eines eint: ihre Verbundenheit zu Landschaft, Pflanze und Tier. So gibt es eine Demeter-Gärtnerei, einen Heilpflanzengarten und eben auch das Gebäude von Mellifera e. V. Die Honigbiene stand dem Vereinsnamen Pate, schließlich heißt sie auf Latein Apis mellifera (die Honigtragende). Ihrer Gesundheit und dem Erhalt des Lebensraumes widmet der Verein all seine Energie.

Bei Mellifera e. V. steht die wesensgemäße, nachhaltige und ökologische Bienenhaltung im Zentrum der Vereinsarbeit

Seit über 30 Jahren aktiv
Als sich die aus Asien eingeschleppte Varroamilbe auch hierzulande immer stärker ausbreitete und zu großen Völkerverlusten führte, trafen sich süddeutsche Imker in der Fischermühle. Ihre Erkenntnis: Die Bienenhaltung der letzten Jahrzehnte – auf Ertrag, nicht auf das Wesen des kleinen Insekts ausgerichtet – muss überdacht werden. Daraufhin wurde 1986 der Verein für wesensgemäße Bienenhaltung Mellifera e. V. gegründet. Die Vision: eine Welt mit Biene, Mensch und Natur im Einklang. Das Anliegen: ein achtsamer Umgang mit den Bienen, sowohl in der imkerlichen Praxis als auch in der Pflege ihres Lebensraums. Entsprechend vielfältig sind die Projekte und Initiativen:

So ist die Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle ein wesentlicher Vereinsbestandteil. Hier werden Bienen nach Demeter-Richtlinien gehalten und neue Betriebsweisen erprobt. Das umfangreiche Wissen wird in zahlreichen Kursen weitergegeben. Deren Inhalt sind nicht nur das Bienenwesen selbst, sondern auch konkrete Haltungsformen. So zum Beispiel in der eigens von Mellifera konzipierten Bienenkiste oder Einraumbeute – beide sind ideal für eine extensive und am Bienenwohl orientierte Imkerei.

Doch Imkern ist das eine, den Lebensraum zu erhalten das andere. Im Netzwerk Blühende Landschaft sind Menschen aktiv, die sich in ihrer Region für bunte Felder und Wiesen einsetzen, sodass Bienen, Hummeln und Co. ausreichend Nahrung finden. Jeder kann mitmachen und sich einer Ortsgruppe anschließen.

Und da Bienen sich wunderbar eignen, um auch bei Kindern ein Naturbewusstsein zu schaffen, tritt Mellifera an Pädagogen heran. Die Initiative Bienen machen Schule bringt Lehrer, Erzieher und Imker zusammen und hilft so, schon die Jüngsten für Insekten und deren Belange zu sensibilisieren.

All diese Initiativen zeigen: Jeder Einzelne kann etwas bewegen. Doch braucht es zusätzlich eine politische Stimme. Das von Mellifera e. V. initiierte Bündnis zum Schutz der Bienen ist ein Zusammenschluss von Imker- und Naturschutzverbänden. Sie vertreten die Belange der Bienen notfalls auch vor Gericht und kämpfen gegen Pestizide, gentechnisch veränderte Pflanzen und Co.

Ein Teil der Vereinsfinanzierung erfolgt über den Honig selbst. Doch das reicht nicht aus, weitere Unterstützung ist nötig. So fließt beispielsweise der Erlös aus dem Verkauf der Alnatura Saatguttüte Bienenschmaus an Mellifera e. V. Allein in diesem Jahr waren es mehr als 6.500 Euro. Machen Sie 2018 mit: Bienenschmaus säen und mindestens zweifach Gutes tun.

Sie haben keine Möglichkeit, Bienen zu halten oder Blumen zu säen? Dann unterstützen Sie den Verein mit einer BeeGood-Bienenpatenschaft, die sich übrigens auch wunderbar zu Weihnachten verschenken lässt. Mehr Informationen unter beegood.de

Tags: Imker-Tagebuch von Anja Waldmann

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