Bienentagebuch

Alnatura Mitarbeiter helfen Bienen

Alnatura Gewinnspiel


Keine Angst vor Arbeiterinnen am Kaffeetisch!

August 3rd, 2010 · 2 Kommentare

Die Deutsche Wildtier Stiftung: Toleranz gegenüber Wespen – sie wollen nur naschen

Hamburg, 3. August 2010. Das Leben der Arbeiterinnen ist hart! Wespen schleppen unermüdlich Insekten wie Fliegen, Mücken und Motten ins Nest, um damit die Larven-Brut zu füttern. Kurz vor ihrem Tod im Herbst, geraten die fleißigen Arbeiterinnen dann häufig mit den Menschen in Konflikt. „Dabei kommen sie nur an unsere Kaffeetafeln, um ein wenig Süßes zu naschen“, sagt Birgit Radow, Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung. Sie fordert Toleranz und Solidarität mit den Arbeiterinnen.

Während der Nachwuchs proteinhaltige Insektennahrung braucht, mögen die Arbeiterinnen mit der Wespen-Taille gern Süßes. Beim Naschen versetzt die schwarz-gelbe Wespen-Power die Gäste einer Kaffeetafel leicht in Panik. „Die Angst vor einem Angriff ist jedoch unbegründet, wenn man sich richtig verhält“, sagt Birgit Radow. „Nicht nach ihnen schlagen, nicht in ihrem Nest stören oder sie zerquetschen!“ Wespen sind die ungeliebten Insekten des Hochsommers. Die Gefahr, die von ihnen ausgeht wird weit überschätzt, ihr Nutzen nicht gesehen. „Sie halten uns viele Plagegeister vom Leib und sind nur für Allergiker gefährlich“, sagt die Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung. So schleppen die Arbeiterinnen der Gemeinen Wespe viele tausend Insekten – zum größten Teil Fliegen —  als Nahrung ins Wespennest.

Wer Wespen nicht zu Kaffee und Kuchen einladen will, kann vorbeugen. Eine halbierte Zitrone mit Gewürznelken spicken oder ein Sträußchen Basilikum aufstellen. Dieses Aroma finden die Arbeiterinnen abstoßend, während sie den süßlichen Duft von Parfüm schätzen. Außerdem fliegen sie auf die Farben blau, gelb und weiß. Die Luftwirbel, die von Ventilatoren erzeugt werden, machen sie aggressiv. Wer aus Dosen trinkt, muss besonders vorsichtig sein. Am besten einen Strohhalm benutzen! Gläser nach jedem Schluck abdecken.

„Drehen Sie den Spieß doch einfach um und laden Sie die Arbeiterinnen ein!“, sagt Birgit Radow. „Decken Sie einen Wespen-Tisch mit Obst oder Marmelade, um die Tiere abzulenken. Er sollte allerdings weit genug von der Kaffeetafel entfernt stehen.“    

Übrigens: Die im Herbst geborene junge Königin überlebt die Arbeiterinnen und startet im nächsten Frühjahr mit einem neuen Volk einen neuen Lebenszyklus.

 Deutsche Wildtier Stiftung
Billbrookdeich 216
22113 Hamburg

www.DeutscheWildtierStiftung.de

Tags: Bienentagebuch

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Leblow // Aug 12, 2011 at 15:15

    Kann ich nur bestätigen! Über das Jahr 2010 hatten wir in ca. dreieinhalb Metern Abstand von unserer Terasse ein Wespennest (deutsche Wespe) – niemand wurde gestochen, obwohl es immer wieder “Besuche” gab.
    Nebenbei bemerkt: Das Gift von Wespen und Hornissen schmerzt aufgrund der speziellen Zusammensetzung (gegen andere Insekten/Spinnen) weitaus weniger, als das der Bienen (Schutzgift gegen räuberischen Säugetiere). Es wird auch nur eine geringe Menge abgegeben, bei Bienen hingegen leert sich die Giftblase komplett.
    Dass Wespen in der Luft so hektisch hin und her wackeln, hängt damit zusammen, dass sei sie sich nur so ein Bild von der Umgebung machen können (starre Faszettenaugen) und hat nichts mit Aggressivität zu tun.

  • 2 Jana // Jul 17, 2012 at 07:48

    Danke für diesen hilfreichen Artikel,auch bei uns hat sich unter dem Vordach am Haus ein prächtiger Wespenbau entwickelt.Schon allein die Möglichkeit,die Enstehung von einer einstmals “Röhre” bis hin zur imposanten Papyroskugel in grau,weißen Schattierungen.Biologieunterricht vor Ort für meine Kinder .Die Wespen sind friedlich ,und nur bei Erschütterungen sind sie aufgebracht.Ungewohnt ist die Farbe der Wespen ,in diesem Fall sind sie hauptsächlich schwarz und haben gelbe schmale Streifen.Vielleicht kann uns jemand einen Tip geben ,was dies für eine Art ist?
    Abschließend möchte ich sagen,ich bin froh,nach anfänglicher Panik ,den WespenBau nun doch hängen lassen zu haben!

Hinterlasse ein Kommentar