Bienentagebuch

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Serie: Kleines Imker-Tagebuch | August 2017

11. August 2017 von Tina · 2 Kommentare

››› Das Imker-Tagebuch stammt von Anja Waldmann. Anja arbeitet schon über 17 Jahre für Alnatura. Seit vergangenem Jahr steht ein Bienenvolk in ihrem kleinen Garten. Jeden Monat lässt sie uns an ihren Imker-Erfahrungen teilhaben.

August 2017:

Das Bienenjahr neigt sich seinem Ende zu. Auch wenn es in den Gärten, Parks und Wiesen noch wunderbar blüht, für die Bienen reicht das nicht mehr aus. Astern, Borretsch oder auch Goldrute liefern bei Weitem nicht mehr so viel Nektar und Pollen, wie es beispielsweise Sal-Weide, Obstbaumblüte oder der Raps im Frühjahr und zeitigen Sommer taten.

Das Volk verkleinert sich, die Zahl der Brutwaben nimmt deutlich ab und die Bienen stimmen sich auf den Winter ein. Selbst ein Anfänger wie ich kann das erkennen. Man sagt, die Bienen, die jetzt schlüpfen, sind Winterbienen. [Mehrlesen →]

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Warum „Wesensgemäße Bienenhaltung“?

4. Juli 2017 von Tina · Keine Kommentare

Eine Frage, die in unseren Imker-Seminaren häufig gestellt wird, ist die nach dem Unterschied von Bio-Honig zu konventionellem – oft einhergehend mit der Frage, warum wir die Bienen in unserem Garten nach demeter-Richtlinien halten.

Zunächst gilt: Bienen fliegen weit. Sie sammeln auch Pollen und Nektar von Pflanzen, die nicht biologisch oder bio-dynamisch bewirtschaftet werden.Den wesentlichen Unterschied macht also nicht das, was die Bienen sammeln, sondern die Art und Weise, wie sie gehalten werden.

Bei der Bienenhaltung, Pflege und Behandlung gibt es bei demeter große Unterschiede zu anderen Haltungsformen. Hier steht nicht die Honigmaximierung im Vordergrund, sondern das Wesen der Bienen – das Bienenvolk wird ganzheitlich als Organismus betrachtet.

Naturwabenbau in der demeter-Imkerei

Bei demeter spricht man von „Wesensgemäßer Bienenhaltung“. Dies bedingt, dass eine respektvolle Beziehung zu den Bienen aufgebaut wird. Die Art der Haltung orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen und Instinkten des Bienenvolks:

  • Natürlicher Schwarmtrieb – Die Bienen dürfen sich so vermehren, wie es ihrem Wesen entspricht.
  • Naturwabenbau – die Bienen bauen ihre Waben selbst, es werden keine vorgefertigten Wachs-Platten eingesetzt, die den Bienen ein „Raster“ aufzwingen.
  • Königinnenzucht – Künstliche Königinnenzucht, instrumentelle Besamung und Beschneidung der Flügel ist nicht erlaubt.

Auch bei der Zufütterung, der Varroa-Milben-Behandlung und der Honigverarbeitung gibt es große Unterschiede. Beispielsweise verbleibt für die Überwinterung der Bienen wesentlicher Anteil an eigenem Honig im Volk.

 

Mehr erfahren unter: mellifera.de

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Alnatura Imker-Seminar im Juni 2017

3. Juli 2017 von Tina · Keine Kommentare

Ende Juni fand erneut ein Imker-Einführungskurs für Alnatura Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt. Bei bestem Wetter verbrachten wir den Tag bei den gut gelaunten Bienen im Alnatura Garten. Seit 2008 wohnen 6 Bienen-Völker auf dem Alnatura Grundstück im hessischen Bickenbach.

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Serie: Kleines Imker-Tagebuch | Juli 2017

27. Juni 2017 von Tina · Keine Kommentare

››› Das Imker-Tagebuch stammt von Anja Waldmann. Anja arbeitet schon über 17 Jahre für Alnatura. Seit vergangenem Jahr steht ein Bienenvolk in ihrem kleinen Garten. Jeden Monat lässt sie uns an ihren Imker-Erfahrungen teilhaben.

Juli 2017:

Der erste Stich. Von den eigenen Bienen. Getroffen hat es leider meinen siebenjährigen Sohn. Ausgerechnet ihn, der bis dato so gern, bedächtig und aufmerksam mit zum Volk gekommen ist. Doch eine Biene hatte auf seinem Augenlid Platz genommen und sein Blinzeln wohl als Angriff gewertet. Einen, der sie das Leben kostete – tragischerweise selbstverschuldet, denn mit dem Rausreißen des Stachels besiegelt sie ihr Schicksal. Diesen winzigen Dorn gilt es – das habe ich im Imkerkurs gelernt – umgehend aus der Haut zu entfernen. Wichtig dabei: Dem Stachel hängt eine Giftblase an. Zerdrückt man diese, gerät weiteres Gift in die Einstichstelle und die Symptome werden schlimmer. [Mehrlesen →]

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Serie: Kleines Imker-Tagebuch | Juni 2017

30. Mai 2017 von Tina · Keine Kommentare

››› Das Imker-Tagebuch stammt von Anja Waldmann. Anja arbeitet schon über 17 Jahre für Alnatura. Seit vergangenem Jahr steht ein Bienenvolk in ihrem kleinen Garten. Jeden Monat lässt sie uns an ihren Imker-Erfahrungen teilhaben.

Juni 2017:

Man sagt: Für ein Pfund Honig fliegt die Biene dreimal um die Erde. Ganz nebenbei bestäubt sie so rund 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen. Ohne die Biene würden sich beispielsweise aus den duftenden Obstbaumblüten nur wenige bis keine Früchte entwickeln und auch der Ertrag im Gemüseanbau wäre ein anderer. Der volkswirtschaftliche Bestäubungsnutzen übersteigt den Wert der Honigproduktion um das 10- bis 15-fache. Die Honigbiene gilt daher – nach Rind und Schwein – als drittwichtigstes Nutztier. Das alles freut den Imker natürlich sehr. Dennoch ist für ihn die Honigernte der eigentliche Höhepunkt im Bienenjahr. Für einen angehenden Imker wie mich war es aber zunächst wieder ein Moment voller Fragen. Erstens: Woran erkennt man, dass der Honig reif ist? Und zweitens: Wie bekomme ich ihn aus den Waben?

Ist der Honig reif, so verschließen die Bienen ihre Waben mit einem feinen Wachsdeckel – so wie hier am unteren Rand zu sehen.

 

Bei Ersterem helfen die Bienen. Sie »verdeckeln« eine mit Honig gefüllte Wabe, sobald dieser reif ist, sprich sein Wassergehalt so niedrig, dass er nicht verdirbt. Eine weitgehend mit Wachs verschlossene Wabe, aus der beim ruckartigen Anheben kein flüssiger Honig spritzt, kann also getrost geschleudert werden. Damit zur nächsten Frage: Womit? [Mehrlesen →]

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Impressionen vom Alnatura Bienen-Seminar für Mitarbeiter im April 2017

19. Mai 2017 von Tina · Keine Kommentare

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Bienen-Aktion bei Alnatura in Lorsch: Von der „Eh-da-Fläche“ zur Blumenwiese

19. Mai 2017 von Tina · Keine Kommentare

>>Wie die Imkergruppe des Klosters Lorsch den Grünstreifen vor dem Alnatura Verteilzentrum zu einem schönen zu Hause für Bienen verwandelt hat

Die Imkergruppe des Klosters Lorsch möchte mit ihrem Projekt „Beespaces“ die Stadt Lorsch aufblühen lassen, indem „Eh-da-Flächen“ in Blumenwiesen verwandelt werden. Eh-da-Flächen sind wertvolle Landressourcen, die sowieso vorhanden sind, aber meist nicht gezielt ökologisch genutzt werden: von Verkehrsinseln über Grünstreifen zwischen Häusern bis hin zu „toten“ Ecken in privaten Gärten.

Mit dem Preisgeld, das die Gruppe mit der Idee zur bienenfreundlichen Aufbereitung der Eh-da-Flächen beim Yooweedoo-Ideenwettbewerb (http://yooweedoo.org/das-projekt) gewonnen hat, wurden Saatgut gekauft, Folder gedruckt und Samentütchen gepackt. Bei den Lorscher Stadtfesten wurden diese Tütchen verteilt und an Lorscher Firmen verschickt.

Von links nach rechts: Ursula Schulzki, Gärtner Andreas Diehl, Jonathan Heim, Helga Beck (Alnatura), Andrea Russart

So haben wir im Verteilzentrum in Lorsch vom Projekt erfahren und gerne den unschönen Grasstreifen auf dem Mitarbeiterparkplatz und den Grünstreifen zur Straße hin zur Verfügung gestellt. Von Beespaces kam das Saatgut, Andreas Diehl hat mit den Mitarbeitern seiner Firma Baum und Landschaft die Bodenvorbereitungen durchgeführt und sät die Bienenweide mit den 40 unterschiedlichen nektarbildenden Blumen und Kräutern für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Nützlinge ein.

Jetzt brauchen wir ein wenig Geduld ‒ dann haben wir für viele Jahre Freude und die Bienen und Insekten ein Nahrungsangebot, das bis in den Oktober hinein blüht!

>> von Helga Beck, Alnatura Mitarbeiterin in Lorsch

 

 

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Serie: Kleines Imker-Tagebuch | Mai 2017

4. Mai 2017 von Verena Kraus · Keine Kommentare

››› Das Imker-Tagebuch stammt von Anja Waldmann. Anja arbeitet schon über 17 Jahre für Alnatura. Seit vergangenem Jahr steht ein Bienenvolk in ihrem kleinen Garten. Jeden Monat lässt sie uns an ihren Imker-Erfahrungen teilhaben.

Mai 2017:

Die Bienen schwärmen aus. Und zwar nicht nur, um Nektar und Pollen zu sammeln. Nein, etwa ab Ende April geraten viele Völker in sogenannte Schwarmstimmung – und das hat nichts mit Nahrungssuche zu tun, sondern ist ihre naturgegebene Form der Vermehrung. Es beginnt, indem die Arbeiterinnen – meist am unteren Ende einer Wabe – eine oder mehrere auffällig große runde Zellen bauen. Ein jeder Imker wird diese mit Sicherheit sorgfältig beobachten. Vielleicht sind es zunächst leere »Spielnäpfchen«, sprich: Zellen, die lediglich signalisieren, dass sich die Bienen mit dem Gedanken des Schwärmens tragen. Hat die Königin hingegen bereits ein Ei in solch eine Nachzuchtzelle gelegt, meint sie es ernst mit der Fortpflanzung. Die Arbeiterinnen werden die Larve mit einem besonderen Futter versorgen, dem Gelée royale. Im Laufe der nächsten 16 Tage entwickelt sich hier eine zweite Königin. Doch bekanntlich kann in einem Volk nur eine Majestät regieren. Daher verlässt die alte gemeinsam mit etwa der Hälfte des Staates ihren Stock und überlässt diesen der neuen Regentin. Der Auszug der Königin ist ein imposantes Spektakel, welches der Beobachter wohl nie vergessen wird. Nach einer ungewöhnlichen Ruhe vor dem Stock strömen plötzlich Tausende Bienen heraus, um sich kurz darauf in nächster Nähe zu sammeln. Meist in einer Baumkrone.

Ein Bienenschwarm ist eine imposante Erscheinung aus mehreren tausend Bienen und einer Königin. Auserwählte Kundschafterinnen starten von hier ihre Suche nach einem neuen Zuhause für das Volk.

Und nun? Man kann den Schwarm ziehen lassen und hoffen, dass er ein geeignetes Zuhause findet. Ein er­fahrener Imker wird sein Volk einfangen wollen. Oder – und das ist die Gretchenfrage der Imkerei – schon im Vorfeld das Schwärmen verhindern. Der massivste Eingriff ist das Beschneiden der Königinnenflügel. Sie wird beim Versuch des Ausfluges fallen und ihr mitziehendes Volk nach kurzer Zeit ratlos in den Stock zurückkehren. Für die meisten Bienenhalter ist diese Praxis glücklicherweise tabu. Eine häufig praktizierte ­Alternative, auch für Hobbyimker wie mich: Man entnimmt die Wabe mit der Königinnenzelle und gibt sie gemeinsam mit ein paar Hundert jungen Arbeitsbienen in eine leere Bienenkiste. Mit etwas Glück zieht man so ein Jungvolk heran und nimmt dem alten seinen Schwarmdrang. Spricht man aber – wie in der Demeter-Imkerei – von wesensgemäßer Bienenhaltung, so lässt man das Volk tatsächlich schwärmen, um es dann wieder einzufangen. Ich ziehe den Hut vor dieser wohl natürlichsten Sicht auf menschliche Bienenhaltung.

Lese-Tipp: »Bienendemokratie« von Thomas D. Seeley, Professor am Fachbereich für Neurobiologie und Verhalten an der Cornell University. Seit Jahrzehnten untersucht Seeley das Leben und die Demokratie der Bienen. In diesem Buch fasst er seine gesamte Forschung zusammen – auf wissenschaftlich fundierte und packend geschriebene Art und Weise. Fischer-Verlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-596-19407-0, 12,99 Euro.

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Serie: Kleines Imker-Tagebuch | April 2017

28. März 2017 von Tina · 2 Kommentare

››› Das Imker-Tagebuch stammt von Anja Waldmann. Anja arbeitet schon über 17 Jahre für Alnatura. Seit vergangenem Jahr steht ein Bienenvolk in ihrem kleinen Garten. Jeden Monat lässt sie uns an ihren Imker-Erfahrungen teilhaben.

April 2017:

Der April ist bekanntlich ein unbeständiger Monat. Auch für mich und die Bienen hielt er im vergangenen Jahr so manche Überraschung bereit. Theoretisch und materiell war ich bestens aufs Imkern vorbereitet, doch die alles entscheidende Frage nach wie vor ungeklärt: Woher ein Volk bekommen?

Man kann die Annoncen der Imkerzeitschriften studieren, im Versandhandel bestellen oder eben den Kontakt zu Imkern der Gegend suchen. Eine schöne Erfahrung die ich gerade bei letzterem machte: Der noch so mürrische Imkerfreund wird redselig und unterhaltsam, wenn er auf einen Gleichgesinnten trifft. [Mehrlesen →]

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Serie: Kleines Imker-Tagebuch | März 2017

3. März 2017 von Tina · 2 Kommentare

››› Das Imker-Tagebuch stammt von Anja Waldmann. Anja arbeitet schon über 17 Jahre für Alnatura. Seit vergangenem Jahr steht ein Bienenvolk in ihrem kleinen Garten. Jeden Monat lässt sie uns an ihren Imker-Erfahrungen teilhaben.

 März 2017:

Der Frühling hält Einzug und vermutlich haben auch die Bienen ihren Stock schon das ein oder andere Mal verlassen – um Schneeglöckchen und Salweide zu besuchen, Wasservorräte aufzufüllen oder ihren Reinigungsflug anzutreten. Für einen Imker gibt es noch nicht viel zu tun, für einen, der noch nicht einmal ein Volk hat, erst recht nicht.

Könnte man meinen, stimmt aber nicht! Auch wenn die Standortfrage geklärt, die Beutenart entschieden und das wichtigste Equipment vorhanden war –, für mich galt es damals, den Garten bienenfreundlicher zu gestalten.

Ein Imker orientiert sich am phänologischen Kalender – das Jahr wird anhand der Naturereignisse eingeteilt. So startet der Vorfrühling mit der Blüte von Schneeglöckchen und Hasel, der Erstfrühling mit blühenden Forsythien, Beerensträuchern und Obstbäumen wie Kirsche oder Pflaume. Stehen Apfel und Flieder in voller Pracht, so sind wir mitten im Vollfrühling.

 

Bis der Imkerkurs begann, dachte ich, er wäre bereits ein Paradies für Insekten jeglicher Art. Aber leider gehöre ich zu denen, die dicht gefüllte Blumen lieben – Rosen oder Dahlien beispielsweise. [Mehrlesen →]

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